Vortrag auf der KomFIT 2013: "Ein Jahr Erfolgsstory BOB-SH"

"Ein Jahr Erfolgsstory BOB-SH": So lautete der Titel des Vortrags bei der KomFIT Messe 2013, der Jahresveranstaltung des Kommunalen Forums für Informationstechnik (KomFIT e. V.) am 19. September in Kiel. Die Veranstaltung machte deutlich: BOB-SH kann als erfolgreichstes Projekt der IT-Harmonisierung in Schleswig-Holstein angesehen werden.

Oliver Maas vom KomFIT e.V. hob einleitend die bisherigen Stationen der preisgekrönten E-Government-Lösung hervor: "Wir haben gemeinsam mit allen Teilnehmenden viel erreicht: Wichtige Meilensteine waren die Pilotphase, die Verleihung des eGovernment-Preises und der Start des Produktivbetriebs von BOB-SH vor einem Jahr. Zusammen mit unseren Vertragskommunen entwickeln wir BOB-SH im Anwenderbeirat weiter, so dass das Verfahren ständig optimiert und weiter den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer angepasst wird. Selbstverständlich gibt es auch Herausforderungen zu meistern, die Schritt für Schritt gemeinsam mit den Anwendern angegangen werden."

Aus Nutzerperspektive berichtete Christina März, Leiterin des Fachdienstes Planung der Stadt Brunsbüttel, über ihre Erfahrungen mit BOB-SH. Die Stadt hat als Verfahrensträger  derzeit acht Verfahren mit BOB-SH durchgeführt. "Mit der Nutzung hat sich der Versand von Papierunterlagen bereits verringert, das Verfahren ist zudem größtenteils selbsterklärend und einfach zu bedienen. Ergänzend kann ich auch die Schulung empfehlen." Ihr Fazit: "BOB-SH funktioniert und wie bei allen E-Government-Lösungen macht es am meisten Spaß, wenn so viele Beteiligte wie möglich mitmachen!"

Bereits jetzt sind zahlreiche Verfahrensträger und Träger öffentlicher Belange (TöB) in BOB-SH registriert: Neben den 43 Vertragskommunen sind mittlerweile auch 89 beteiligte Behörden und Träger öffentlicher Belange "an Bord", ein Drittel aller Verfahrensträger - Städte, Ämter, Gemeinden - in Schleswig-Holstein sind damit an BOB-SH beteiligt.

Eine sowohl für bestehende als auch neu hinzukommende Verfahrensträger sehr erfreuliche Information zur finanziellen Seite der Nutzung von BOB-SH hielt Oliver Voigt von der Staatskanzlei bereit: "Mit der Verlängerung der Finanzierung des Betriebes und der Weiterentwicklung von BOB-SH aus Mitteln der Zielvereinbarung zur IT-Harmonisierung bis Ende 2014 haben jetzt neben unseren Vertragskommunen auch weitere Verfahrensträger die Chance, mit BOB-SH ihre Verfahren in der Bauleitplanung zeit- und kostensparend zu vereinfachen."

2014 – das machte der Ausblick am Ende des Vortrags deutlich - wird auch das Jahr sein, in dem ein Modul für die Öffentlichkeits- bzw. Bürgerbeteiligung und zudem ein Dienst für den Standard XPlanung in BOB-SH integriert wird.