Planungsdokumente: Bebauungsplan Nr. 54 der Gemeinde Trittau

Textliche Festsetzungen

von 4 Kapiteln

Text (Teil B)

1. Art und Maß der baulichen Nutzung gem. § 9 (1) 1 BauGB

Die Fläche mit der Zweckbestimmung Abstellfläche ist ausschließlich zum Abstellen sowie Zufahrt für in Produktion befindliche Fahrzeuge des Vorhabenträgers in dem im Plan festgesetzten Umfang bestimmt. Die Einfriedung des Grundstücks mit einem max. 2,50 m hohen Sicherheitszaun mit Toranlage und Beleuchtung ist zulässig. Andere Nutzungen einschließlich Werbeanlagen sind generell unzulässig.

2. Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft gem. § 9 (1) 20 BauGB

Befestigte Grundstücksflächen von Abstellplätzen mit Ausnahme der Zufahrt sind mit wasser- und luftdurchlässigem Bodenaufbau und mit wassergebundener Oberflächenbefestigung oder mit Rasengittersteinen herzurichten.

Die mit der Entwicklungsmaßnahme Nr. 1 festgesetzte Waldfläche ist als artenschutzfachliche CEF-Maßnahme im Vorfeld der Baumaßnahmen auf 40 % der Fläche inselartig mit den Gehölzarten Haselnuss, Schlehdorn, Weißdorn, Faulbeere, Holunder, Brombeere, Kratzbeere, Mehlbeere, Eberesche, Geißblatt, Wolliger Schneeball und Eibe als Nahrungspflanze für die Haselmaus zu bepflanzen. Zudem sind hier 20 Haselmauskästen, 10 Fledermauskästen, 10 Nistkästen für Höhlenbrüter sowie weitere 10 Nistkästen für Halbhöhlen- bzw. Nischenbrüter zu installieren.

Die mit der Entwicklungsmaßnahme Nr. 2 festgesetzte Waldfläche ist als artenschutzfachliche CEF-Maßnahme im Vorfeld der Baumaßnahmen flächig mit den Gehölzarten Rotbuche, Hainbuche und Haselnuss zu bepflanzen. Zudem sind hier 3 Haselmauskästen zu installieren.

Die mit der Entwicklungsmaßnahme Nr. 3 festgesetzte Fläche ist als artenschutzfachliche CEF-Maßnahme im Vorfeld der Baumaßnahmen auf 30 % der Fläche mit linearen Gehölzpflanzungen der Arten Haselnuss, Schlehdorn, Weißdorn, Faulbeere, Holunder, Brombeere, Kratzbeere, Mehlbeere, Eberesche, Geißblatt, Wolliger Schneeball und Eibe zu bepflanzen. Die verbleibenden Flächen sind zu einer Gras- und Krautflur zu entwickeln und durch Pflegemahd von Gehölzbewuchs freizuhalten. Zudem ist hier 1 Haselmauskasten in den Gehölzen an der Lütjenseer Straße zu installieren.

Die mit der Entwicklungsmaßnahme Nr. 4 festgesetzte Fläche ist als artenschutzfachliche CEF-Maßnahme im Vorfeld der Baumaßnahmen flächig mit Brombeeren als Nahrungspflanze für die Haselmaus zu bepflanzen. Größere Gehölzarten der Entwicklungsmaßnahme Nr. 2 sind auf 10 % der Maßnahmenfläche zulässig.

Die festgesetzte Lärm- und Sichtschutzwand ist mit einer Höhe von mind. 4 m und in einem Teilbereich nordwestlich der Abstellfläche mit einer Höhe von min. 3 m unmittelbar nach Freistellung des Plangebietes auszuführen. Sie ist mit standortgerechten, heimischen Kletterpflanzen zu begrünen.

Der vorhandene Knick entlang der südlichen Plangebietsgrenze ist zu regenerieren, Überhälter sind zu erhalten, als artenschutzfachliche CEF-Maßnahme im Vorfeld der Baumaßnahmen sind 3 Haselmauskästen zu installieren.

von 4 Kapiteln