Planungs­dokumente: Bebauungsplan Nr. 31 / 2. Änderung "Petersberg" der Stadt Eckernförde

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Inhaltsverzeichnis

Begründung

1. Lage und Abgrenzung des Plangeltungsbereiches

Der Plangeltungsbereich befindet sich zwischen der nördlichen Kailinie des Stadthafens und der Wohnbebauung Petersberg 11 -17.

Er wird wie folgt begrenzt:

im Norden: durch die Grundstücke Petersberg 11 – 17 und das Grundstück Bergstraße 51,

im Osten: durch die Straßen Petersberg und Vogelsang sowie die westliche Grenze der Promenade,

im Süden: durch die nördliche Kailinie des Stadthafens,

im Westen: durch die westlichen Grenzen der Grundstücke Vogelsang 9, 10, 12 und die Straße Vogelsang.

Der Plangeltungsbereich umfasst eine Fläche von ca. 0,88 ha, der Umgriff ist in der Planzeichnung festgesetzt.

2. Anlass und Erfordernis der Planaufstellung, Verfahren

Der Bebauungsplan Nr. 31 „Petersberg“ wurde Anfang der achtziger Jahre aufgestellt. Der Bereich der heutigen Grundstücksbereiche Vogelsang Nr. 9-16 war seinerzeit gewerblich genutzt und wurde als eingeschränktes Gewerbegebiet festgesetzt. Unmittelbar östlich angrenzend (Vogelsang Nr. 18) wurde ein allgemeines Wohngebiet gem. § 4 Baunutzungsverordnung ausgewiesen.

Durch die Betriebsauflösung der Siegfried-Werft wurde eine Überprüfung der städtebaulichen Festsetzungen im Hinblick auf die planerischen Zielvorstellungen notwendig. In der Folge wurde 1992 die 1. Änderung des Bebauungsplanes „Petersberg“ beschlossen mit dem Ziel, für den Grundstücksbereich Vogelsang 9-11a hafenorientierte Nutzungen durch die Ausweisung eines Sondergebietes mit der Zweckbestimmung „Hafen“ sicherzustellen. Auch der Flächennutzungsplan wurde dahingehend geändert.

Da sich die planerischen Zielvorstellungen eines Sondergebietes „Hafen“ als nicht realisierbar erwiesen, nahm die Stadt die Anzeige der 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 31 1993 zurück, da sie den Bebauungsplan zusammen mit der 1. Änderung und Ergänzung des Flächennutzungsplanes erneut im Parallelverfahren anzeigen wollte. Mit dem Ziel, für den Änderungsbereich eine Wohn- und Gewerbenutzung (Mischgebiet) zu sichern, wurde der Bebauungsplan beschlossen. Auf der Grundlage des Standes nach §§ 33 BauGB wurden seinerzeit Baugenehmigungen für die Umnutzung und die Neubebauung dieser Grundstücksbereiche erteilt. Die 1. Änderung der des Bebauungsplanes wurde jedoch nicht rechtskräftig gemacht, da die erforderliche Genehmigung der Änderung des Flächennutzungsplanes nicht erteilt werden konnte (die Änderung beinhaltete Wasserflächen, die damals noch nicht inkommunalisiert waren).

Aufgrund dieser Vorgänge bestehen heute auf den Grundstücken Vogelsang Nr. 9-11a genehmigte Wohnungen mit materieller Unzulässigkeit, die somit nicht erweitert oder geändert werden können. Da sich im Vogelsang Nr. 14-16 ungenehmigte Wohnungen sowie eine genehmigte Gaststätte auf dem Grundstück Vogelsang Nr. 18 befinden, besteht auch in diesen Bereichen Handlungsbedarf.

Um zukünftig eine geordnete Entwicklung in diesen Bereichen zu ermöglichen, wird eine 2. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 31 im vereinfachten Verfahren gemäß § 13a BauGB durchgeführt.

Der Geltungsbereich umfasst hauptsächlich die ehemals gewerblich genutzten Flächen der Siegfried-Werft. Der östlich angrenzende Bereich nördlich des Vogelsangs wurde bewusst nicht mit einbezogen, da er eine andere Bebauungs- und Nutzungsstruktur aufweist. Mittelfristig ist hierfür die Aufstellung eines gesonderten Bebauungsplanes vorgesehen.

Da sich das Plangebiet im Innenbereich befindet, eine zulässige Grundfläche von 20.000 m² nicht erreicht wird, keine Natura 2000-Gebiet betroffen sind und keine Pflichten zur Vermeidung oder Begrenzung der Auswirkungen von schweren Unfällen nach § 50 Satz 1 BImSchG zu beachten sind, ist das vereinfachte Verfahren gemäß § 13a BauGB zulässig.

Der Flächennutzungsplan wird im Wege der Berichtigung angepasst.

Der Aufstellungsbeschluss wurde am 15.12.2015 von der Ratsversammlung der Stadt Eckernförde gefasst.

3. Städtebauliche Ausgangssituation