Planungs­dokumente: Bebauungsplan Nr. 31 / 2. Änderung "Petersberg" der Stadt Eckernförde

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Inhaltsverzeichnis

Begründung

3.1. bisherige Entwicklung und Nutzung

Der Borbyer Hafen galt schon Anfang des 17. Jahrhunderts als einer der wettersichersten Häfen. Anfang des 18. Jahrhunderts wurden anfangs kurze Stege und später Kaimauern errichtet. Mit dem Abschluss der Aufschüttungen westlich des Innenhafens nahm der Hafen die heutige Gestalt an. Eckernförde war ein bedeutender Getreideumschlaghafen und bis 1950 ein bedeutender Fischerei- und Fischräucherei-Standort.

In der Siegfried-Werft wurden bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts Boote gebaut und repariert. Die Werftgebäude südlich der Straße Vogelsang wurden überwiegend abgerissen, 1994 erfolgte die Eröffnung des Hotels „Siegfried-Werft.

Nach einem Sturm von 1927 wurden die Kaimauern am Außenhafen errichtet. Die heutige Küstenlinie südlich der Straße Vogelsang und Jungmannufer ist durch Mauern und Deckwerke bis etwa zu einer Höhe von ca. NHN +2,00 m bis 2,50 m geschützt.

Fast der gesamte Plangeltungsbereich war ursprünglich Teil der Siegfried-Werft. Die Gebäude Vogelsang 9 und 12 stammen noch aus dieser Zeit, alle anderen Hallen, bis auf die Motorenhalle der Firma Karl Rebehn, wurden in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts abgerissen, die freien Flächen neu bebaut.

3.1.1. Heutige Nutzungen (siehe Anlage: Bestand Nutzungen)

Südlich der Straße Vogelsang gibt es keine Wohn-, sondern nur gewerbliche Nutzungen (Hotel, Restaurant, Einzelhandel, Yachtservice etc.).

Nördlich des Vogelsangs überwiegt das Wohnen, zusätzlich sind jedoch gewerbliche Nutzungen in den Erdgeschossen der Gebäude 11, 11a, 14, 16 und 18 sowie im Gebäude Vogelsang 9.

Es ist somit eine gemischte Nutzung vorhanden, die untereinander und nach außen nicht wesentlich störend ist.

3.1.2. Merkmale der vorhandenen Bebauung

Die Gebäude südlich der Straße Vogelsang sind überwiegend zweigeschossig mit flachgeneigten, anthrazitfarbenen Satteldächern, die z.T. Lichtbänder aufweisen. Die Fassadengestaltung und Materialverwendung wurde der historischen Situation der ehemaligen Siegfried-Werft nachempfunden (überwiegend rostrote Holzfassaden, weiße Fensterrahmen etc.).

Nördlich des Vogelsangs befindet sich im Westen das denkmalgeschützte, zwei-/ eingeschossige Gebäude der ehemaligen Siegfried-Werft mit ebenfalls rostrot gestrichener (im Süden) und naturfarbener roter Ziegelfassade (im Norden) sowie weißen Fensterrahmen. Die Satteldächer sind flachgeneigt und anthrazitfarben.

Die übrigen Gebäude nördlich der Straße Vogelsang wurden in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts errichtet. Sie sind zweigeschossig mit überwiegend ausgebauten Dachgeschossen (nicht bei Vogelsang 10a und 10b). Die Gebäude Vogelsang 10 und 11a, 11b weisen nach Süden ausgerichtete Balkone auf.

Die Sattel- und Krüppelwalmdächer, die z.T. mit vielen Gauben versehen sind, sind mit rötlichen und bräunlichen Dachpfannen eingedeckt. Die Fassaden bestehen aus rötlich gebrannten Ziegeln mit weißen, am Gebäude Vogelsang 14-18 blauen Fensterrahmen.