Planungs­dokumente: Bebauungsplan Nr. 31 / 2. Änderung "Petersberg" der Stadt Eckernförde

Sie können an dieser Stelle Einsicht in die Dokumente des Verfahrens nehmen.

Inhaltsverzeichnis

Begründung

3.1.3. Merkmale der Freianlagen an den Gebäuden

Auffällig ist der sehr hohe Versiegelungsgrad in den Teilgebieten MU 3, MU 4 und MU 5. Dieses ist die Folge der gewerblichen Nutzung und der hohen baulichen Ausnutzung südlich des Vogelsangs und des hohen Stellplatzbedarfs im MU 3, der zu ebener Erde realisiert wurde.

In der Gesamtbetrachtung der Teilgebiete WA, MU 1 und MU 2 ist dieser Bereich mit einem verhältnismäßig hohen Grünanteil (Gehölzpflanzungen, Rasen, Hecken etc.) ausgestattet. Das Gebäude Vogelsang 10a/10b besitzt ein halbseitiges Gründach.

3.2. Natur und Umwelt

3.2.1. Boden, Grundwasser, Altlasten

Aufgrund des hohen Versiegelungsgrades und der hohen Bebauungsdichte gibt es im Plangeltungsbereich keine naturnahen Bodenstrukturen mehr. Die Grundwasserneubildung ist stark eingeschränkt, das Niederschlagswasser wird zum größten Teil über Leitungen zum Hafenbecken geführt.

Für die Flächen südlich der Straße Vogelsang besteht ein Altlastenverdacht bzw. ein Altlastennachweis. Die Flächen wurden von ca. 1918 bis ca. 1990 als Bootswerft und für eine Motorenfabrik genutzt.

In Untersuchungen aus den Jahren 1990/1991 wurden erhöhte MKW1- und PAK2-Werte sowie Schwermetalle festgestellt, 1994 wurden ca. 130 m³ belasteter Boden entfernt. In einer Stellungnahme der Unteren Bodenschutzbehörde (uBB) von 1993 wurde empfohlen, eine Sicherung der Altlasten durch eine Oberflächenversiegelung durchzuführen. Dieses ist anschließend geschehen.

In einer Stellungnahme der uBB vom 01.11.2016 wurde empfohlen, bei einer Nutzungsänderung zu einer sensibleren Nutzungsart (z.B. Wohnen) und/oder vor der Durchführung von Erdarbeiten eine Gefährdungsbeurteilung durch einen nach § 18 BBodSchG zugelassen Sachverständigen durchführen zu lassen. Diese Forderungen werden gemäß § 9 Abs. 5 Nr. 3 in den Bebauungsplan aufgenommen.

Auf den übrigen Flächen im Plangeltungsbereich sind keine Altlasten bekannt.