Planungs­dokumente: Bebauungsplan Nr. 17 der Gemeinde Kosel für den Bereich "Baugebiet 'Zum Strand' im Ortsteil Weseby"

Begründung

1.2 Bestand

Die Flächen des Plangebietes werden zur Zeit wohnbaulich und landwirtschaftlich genutzt. Neben einem älteren Wohngebäude sind mehrere Nebengebäude (Schuppen, Scheune, alte Stallung, Lagerhallen, Carports, Gartenhäuser) eines ehemaligen landwirtschaftlichen Betriebes vorhanden. Freiflächen sind als private Gärten oder Zuwegungen angelegt.

Entlang der südwestlichen Grundstücksgrenze wurde eine Hecke angepflanzt. Im Süden ist entlang der Straße ein Knick vorhanden. Im Westen grenzt ein weiterer Knick mit teilweise sehr breitem Böschungsfuß den Planbereich ab.

Im westlichen Planbereich stockt im Nahbereich des Wohnhauses eine hoch aufgeastete Blut-Buche, die einen Stammdurchmesser von ca. 130 cm aufweist. Auf dem östlichen Knick ist ein weiterer prägender Baum (Winter-Linde) mit einem Stammdurchmesser von ca. 120 cm vorhanden. Innerhalb des Planbereichs sind weitere jüngere Gehölze vorhanden. Insgesamt ist Weseby stark von Bäumen geprägt.

1.3 Grundlage des Verfahrens

Grundlage des Verfahrens ist das Baugesetzbuch (BauGB) vom 03.11.2017 (BGBl. I, S. 3634) in der derzeit gültigen Fassung.

In der Sitzung am ………. beschloss die Gemeindevertretung die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 17.

Die Aufstellung des Bebauungsplanes soll nach dem Verfahren für die 'Bebauungspläne der Innenentwicklung' gemäß § 13a BauGB erfolgen. Die Voraussetzungen für die Anwendung des beschleunigten Verfahrens für 'Bebauungspläne der Innenentwicklung sind:

  • Der Bebauungsplan dient der Innenentwicklung, insbesondere durch Umnutzung und Verdichtung.
  • Die festzusetzende Grundfläche im Plangebiet liegt unter 20.000 m². Auch erfolgen im näheren Umfeld derzeit keine weiteren Bauleitplanungen, so dass entsprechend § 13a (1) Nr. 1 BauGB keine Flächen von Bebauungsplänen mitzurechnen sind, die in einem sachlichen, räumlichen und zeitlichen Zusammenhang stehen.
  • Durch den Bebauungsplan wird auch nicht die Zulässigkeit von Vorhaben begründet, die einer Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) nach dem UVP-Gesetz bedürfen.
  • Es bestehen keine Anhaltspunkte für eine Beeinträchtigung der in § 1 (6) Nr. 7b BauGB genannten Schutzgüter.
  • Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass bei der Planung Pflichten zur Vermeidung oder Begrenzung der Auswirkungen von schweren Unfällen nach § 50 BImSchG zu beachten sind.

Die vorgenannten Voraussetzungen liegen für die Aufstellung dieses Bebauungsplanes vor.

1.4 Rechtliche Bindungen