Planungsdokumente: Gemeinde Lasbek- Bebauungsplan Nr. 11

Begründung

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1. Planungsgrundlagen

1.1. Planungsanlass und Planungsziele

Im Ortsteil Barkhorst sind an der ehem. Bahnlinie gewerbliche Nutzungen entstanden. Der Bereich wird von einem Mühlenbetrieb / Landhandel geprägt. Weitere Handwerksbetriebe und Wohnnutzungen sind in der Nachbarschaft vorhanden. Es besteht Erweiterungsbedarf des Mühlenbetriebes für den Bau einer weiteren Halle zur Lagerung von Düngemitteln. Die Gemeinde unterstützt die Erweiterungsabsicht des örtlichen Betriebes und möchte durch die Bauleitplanung die planerischen Voraussetzungen hierfür schaffen. Die vorgesehene Planung bietet die Möglichkeit den Siedlungskörper in Richtung Eichedeer Straße zu arrondieren.

Aufgrund vorgetragener Bedenken im Laufe des vorangegangenen Verfahrens hat sich die Gemeinde entschieden, zum Schutz der Nachbarschaft den Geltungsbereich des Plangebietes zu erweitern. Damit kann eine für die benachbarte Wohnnutzung verträglichere Anordnung der geplanten Halle in der Nähe der Kreisstraße 79 (Eichedeer Straße) am äußersten Siedlungsrand ermöglicht werden. Für die bisher für diesen Zweck überplanten Fläche bleibt es bei der bisherigen Nutzung als landwirtschaftliche Fläche. Durch diese Planänderung werden eine erneute öffentliche Auslegung und die Beteiligung der Behörden erforderlich.

1.2. Übergeordnete Planungsvorgaben

Nach den landesplanerischen Einstufungen im Landesentwicklungsplan (2010) liegt Lasbek im Ordnungsraum von Hamburg im Nahbereich (10 km-Radius) zum Mittelzentrum Bad Oldesloe. Außerdem verläuft westlich von Lasbek-Dorf die A 1 zwischen den Oberzentren Hamburg und Lübeck. Weiterhin befindet es sich in der Landesentwicklungsachse Barsbüttel – Lübeck. In den Ordnungsräumen ist unter Berücksichtigung der ökologischen und sozialen Belange eine differenzierte Weiterentwicklung des baulichen Verdichtungsprozesses und eine dynamische Wirtschafts- und Arbeitsentwicklung anzustreben. Die Anbindungen an die nationalen und internationalen Waren- und Verkehrsströme sollen dabei sichergestellt werden und Gewerbe- und Industrieflächen sollen ausreichend vorhanden sein. Als ordnende Strukturelemente werden die zentralen Orte, Siedlungsachsen und regionale Grünzüge gesehen, die als Funktions- und Ausgleichsräume erhalten bleiben sollen.

Im Regionalplan von 1998 wird Lasbek ebenfalls dem Ordnungsraum zwischen Hamburg und Lübeck zugeordnet sowie dem Nahbereich um Bad Oldesloe. Von Süden erstreckt sich bis über den Ortsteil Barkhorst ein Bereich mit besonderer Bedeutung für den Grundwasserschutz. Weiterhin werden die Ortsteile Lasbek-Gut und Lasbek-Dorf von einem Regionalen Grünzug eingefasst. Westlich der Bundesautobahn A 1 befindet sich ein Gebiet mit besonderer Bedeutung für Natur und Landschaft.

Im Landschaftsprogramm Schleswig-Holstein (Mai 1999) werden überregionale Rahmenaussagen getroffen. Die Gemeinde Lasbek liegt demnach in einem Raum für eine überwiegend naturverträgliche Nutzung. Ziel ist es, diese Räume zu sichern und zu entwickeln, Natur und Ressourcen sollen durch eine überwiegend naturverträgliche Nutzung geschützt werden. Die Schwerpunkte werden dabei thematisch gesetzt. Ein bestehendes Wasserschongebiet liegt südlich von Barkhorst. Ein Gebiet mit besonderer Bedeutung für die Bewahrung der Landschaft, ihrer Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie als Erholungsraum berührt die südlichen und westlichen Bereiche der Gemeinde.

Der Landschaftsrahmenplan von 1998 stellt für das Gebiet westlich des Radwanderweges Bad Oldesloe – Trittau ein Gebiet mit besonderer Erholungseignung dar. Das Wasserschongebiet schließt die südlichen Ortsteile von Barkhorst und damit auch das Plangebiet ein.

Der gemeindliche Landschaftsplan aus dem Jahr 2000 sieht für das Plangebiet eine bauliche Entwicklungsfläche vor.

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