Planungs­dokumente: Bebauungsplan Nr. 22 "Südlich der Dorfstraße" der Gemeinde Rieseby für ein Gebiet südlich der Dorfstraße und nördlich der Straße Bargkoppel

Begründung

1.4.1 Landesentwicklungsplan Schleswig-Holstein 2010

Die Gemeinde Rieseby wird im Landesentwicklungsplan Schleswig-Holstein 2010 als 'Ländlicher Raum' eingestuft. Die Gemeinde befindet sich im 10 km-Umkreis um das Mittelzentrum Eckernförde und liegt gem. des Landesentwicklungsplanes (LEP 2010) innerhalb eines Entwicklungsraumes für Tourismus und Erholung.

Im 2. Entwurf zur Fortschreibung des Landesentwicklungsplanes (2020) sind für das Plangebiet keine vom LEP 2010 abweichenden Darstellungen vorhanden.

1.4.2 Regionalplan für den Planungsraum III, 2000

Der Regionalplan für den Planungsraum III weist der Gemeinde Rieseby eine ergänzende, überörtliche Versorgungsfunktion in ländlichen Räumen zu. Außer der Bahnstrecke Eckernförde-Flensburg sind keine weiteren Darstellungen vorhanden.

Gemäß 4. Entwurf des Regionalplanes Sachthema Windenergie (2020) für den neuen Planungsraum II befinden sich keine Vorranggebiete für die Windenergienutzung in der Nähe (< 5 km Entfernung) des Plangebietes.

1.4.3 Flächennutzungsplan

Der rechtsverbindliche Flächennutzungsplan der Gemeinde Rieseby aus dem Jahr 1974 stellt den Norden des Planbereiches als Dorfgebiet dar, die südlichen Flächen werden als Reine Wohngebiete dargestellt.

In der Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 22 wird das Plangebiet als Allgemeines Wohngebiet (gem. § 4 Baunutzungsverordnung) festgesetzt. Die Gründe, die zur Darstellung des Mischgebietes und des Reinen Wohngebietes im Flächennutzungsplan geführt haben, sind aus heutiger Sicht nicht mehr gegeben. Die geplanten Festsetzungen weichen damit in der Art der Nutzung von den Darstellungen des gültigen Flächennutzungsplanes ab.

Da der Bebauungsplan Nr. 22 als Bebauungsplan der Innenentwicklung gem. § 13a BauGB aufgestellt und die städtebauliche Entwicklung des Dorfgebietes durch die Planung nicht beeinträchtigt wird, wird der Flächennutzungsplan im Wege der Berichtigung angepasst (siehe Kap. 5).