Planungsdokumente: B-Plan 106 "Gertrudenhof"

Begründung

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Allgemeines

Planungsanlass

Die Nachfrage nach Wohnbauflächen ist in Quickborn ungebrochen hoch, regionale Effekte durch die äußerst angespannte Nachfragesituation am Hamburger Immobilienmarkt sind deutlich spürbar. Überlastungstendenzen mit dem Effekt stark steigender Immobilienpreise soll unter anderem durch die Schaffung von neuer Wohnbebauung entgegengewirkt werden.

Insbesondere die Binnennachfrage aus Quickborn nach günstigem wie auch gehobenem Wohnraum ist ungebrochen hoch. Diesen Ansprüchen der eigenen Wohnortbevölkerung ist Rechnung zu tragen.

In ihrem Wohnungsmarktkonzept definiert die Stadt Quickborn Leitlinien für die zukünftige Ausrichtung der Wohnungsbaupolitik. Diese sehen unter anderem vor, Entwicklungspotentiale der Nachverdichtung zu nutzen. Insbesondere bei der Schaffung kostengünstigen und altengerechten Wohnraums wird ein Handlungsbedarf aufgezeigt.

Mit diesem Bebauungsplan sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Realisierung von neuem Wohnungsbau in Form von Geschossbauweise in zentraler Lage auf einem Grundstück an der Feldbehnstraße geschaffen werden. Die ehemalige Nutzung des Grundstückes wurde aufgegeben und die Gebäude bereits abgerissen. Eine Wiedernutzung dieses innerörtlich gelegenen Areals durch die Entwicklung zu einem neuen Wohnstandort und damit verbundene bauliche Nachverdichtung sind aus städtebaulicher Sicht sinnvoll. Durch die Aufstellung dieses Bebauungsplans soll die zukünftige Bebauung bauleitplanerisch gesteuert werden.

Neben der Schaffung von in Quickborn dringend benötigtem Wohnraum ist zudem die Sicherung des wertvollen Baumbestandes Ziel der Planung.

Planverfahren

Die Aufstellung dieses Bebauungsplans erfolgt nach dem Verfahren für Bebauungspläne der Innenentwicklung nach § 13 a Baugesetzbuch (BauGB). Danach kann der Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren ohne Durchführung einer Umweltprüfung nach § 2 Absatz 4 BauGB sowie ohne Anwendung der Eingriffsregelung durchgeführt werden.

Die Anwendungsvoraussetzungen für dieses Verfahren liegen hier vor, weil die zulässige Grundfläche weniger als 20.000 m² beträgt, durch den Bebauungsplan keine Zulässigkeit von Vorhaben begründet wird, die der Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterliegt und keine Anhaltspunkte für eine Beeinträchtigung von Fauna-Flora-Habitat- und EU-Vogelschutzgebieten oder sonstigen Schutzgebieten bestehen.

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