Planungs­dokumente: 4. Änderung des B-Planes Nr. 1 "Sondergebiet Werften" der Stadt Arnis für eine öffentlich nutzbare Werftkantine, Strandweg 124

Begründung

1. Lage und Umfang des Plangebietes

Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 1 umfasst den nördlichen Teilbereich des Werftgeländes Strandweg 124 in der Stadt Arnis an der Schlei. Von dieser Planänderung betroffen ist das Sondergebiet 3 -SO 3 auf dem nördlichen Teil des Flurstücks 56/13.

Geltungsbereich

Die 1. Änderung zum Bebauungsplan Nr. 1 bezog sich auf ein Teilgebiet der Werft im Südosten des B-Plan Nr. 1. Die 2. Änderung wurde begonnen und umfasst ebenfalls einen Teil des Sondergebietes Werft, konnte aber bislang nicht abgeschlossen werden. Für die 3. Änderung für den Bereich des Grundstück Parkstraße 115 steht der Satzungsbeschluss kurz bevor.

2. Planungsziel und Planungserfordernis

Der südöstliche an die Schlei grenzende Teil der Stadt Arnis ist im Bebauungsplan Nr. 1 als Sonstiges Sondergebiet „Werft“ (§ 11 BauNVO) festgesetzt. Die Baufenster für Gebäudekörper sind bestandsbezogen festgesetzt. Das Sondergebiet „Werft“ ist in drei Teilgebiete gegliedert, für die unterschiedliche Zulässigkeitskataloge gelten.

Im Sondergebiet 3 sind allgemein zulässig: Lagerhäuser, Verwaltungsgebäude, die dem Werftbetrieb dienenden Einrichtungen sowie Werkstätten.

Auf dem Gelände der Schiffswerft Heinrich Eberhardt GmbH wurde ca. 25 Jahre lang ein Imbiss geführt, der insbesondere der Versorgung des Werftpersonals diente. Darüberhinaus wurde diese Einrichtung auch von Kunden und externen Gästen genutzt.

Nach Aufgabe des Imbiss soll nun eine in die vorhandene Halle integrierte Kantine errichtet werden. Die Kantine soll zum einen der Versorgung der Wertbelegschaft dienen und darüber hinaus auch Speisen und Getränken an Werftkunden und weitere Gäste anbieten.

Dies ist nach dem geltenden Zulässigkeitskatalog zum Sondergebiet 3 nicht möglich, da hier lediglich die dem Werftbetrieb dienenden Einrichtungen zulässig sind.

Um zukünftig die Einrichtung einer dem Werftbetrieb angegliederten Kantine zu ermöglichen, die einem erweiterten Personenkreis offen steht, ist die Ergänzung des Zulässigkeitskatalogs notwendig.

Durch die Planänderung ist die dem Bebauungsplan zugrundeliegende städtebauliche Konzeption in ihren Grundzügen nicht berührt. Es werden offensichtlich weder UVP-pflichtige Vorhaben damit begründet noch sind Natura 2000-Gebiete betroffen. Damit sind die Voraussetzungen für die Aufstellung der Bebauungsplanänderung im vereinfachten Verfahren nach § 13 Baugesetzbuch (BauGB) gegeben.

3. Inhalte der Planung

Entsprechend der o.g. Zielsetzung wird für den Bereich des Sondergebiets 3 auf dem Flurstück 56/13 südlich des Strandweges durch textliche Festsetzung folgende Änderung vorgenommen:

Im dem auf dem Flurstück 56/13 gelegenen Sondergebiet 3 ist zudem eine Werftkantine zur Versorgung der Beschäftigten und von nicht dem Betrieb zugehörigen Gästen zulässig.