Planungs­dokumente: 4. Änderung des Bebauungsplans Nr. 2 der Gemeinde Güby für den Bereich "Borgwedeler Weg - Heiderader Weg - Dorfstraße"

Begründung

B E G R Ü N D U N G

zur 4. Änderung und Erweiterung des Bebauungsplanes Nr. 2 'Borgwedeler Weg - Heiderader Weg - Dorfstraße', der Gemeinde Güby, Kreis Rendsburg Eckernförde

betreffend die Grundstücke an der Straße 'Sandkuhle'

1. Anlass und Auswirkung der Planung

Der Bebauungsplan Nr. 2 der Gemeinde Güby ist am 25.11.1994 in Kraft getreten. Er beinhaltet überwiegend Wohngebietsflächen südlich des Borgwedeler Weges und westlich der Dorfstraße im Zentrum der Ortslage Güby. Über insgesamt 3 Änderungen wurden v.a. weitere Nachverdichtungen im Bereich der ehemaligen landwirtschaftlichen Bausubstanz in die Wege geleitet. Die durch den Bebauungsplan einschließlich seiner Änderungen vorbereitete Bebauung ist inzwischen nahezu vollständig realisiert worden.

Die Begründungen der Ursprungsfassung sowie der 1 bis 3. Änderung behalten vollinhaltlich Gültigkeit, soweit nachfolgend hiervon nicht abgewichen wird.

Die 4. Änderung und Erweiterung des Bebauungsplanes Nr. 2 betrifft folgende Bereiche und Inhalte:

Von den 5 Grundstücken an der Straße 'Sandkuhle' sind 4 bereits bebaut. Auf dem Grundstück 'Sandkuhle 9' sieht der Bebauungsplan eine Bebauung mit einem kleinen Mehrfamilienhaus vor. Die Straße 'Sandkuhle' ist relativ schmal und bietet kaum Parkmöglichkeiten, so dass schon jetzt die verkehrliche Situation manchmal problematisch ist. Die Lage des Baufeldes auf dem Grundstück Sandkuhle 9 bietet aktuell nicht die Möglichkeit, vor dem Gebäude zusätzliche Stellplätze zu schaffen. Daher beabsichtigt die Gemeinde, das Baufeld (bei gleichbleibender Größe) um 5 m nach Westen zu verschieben. Dadurch können vor dem Gebäude bis zu 8 Stellplätze errichtet werden.

Weiterhin wurde die kleine Wendeanlage am Ende der Straße Sandkuhle im Rahmen der Erschließung dem abfallenden Gelände entsprechend relativ tief hergestellt. Das derzeitige Geländeniveau auf dem Grundstück Sandkuhle 9 liegt ca. 1,5 m über der mittleren Straßenhöhe im Bereich des Grundstückes. Der bisherige Bebauungsplan sieht vor, dass die Oberkante des Erdgeschossfertigfußbodens max. 50 cm über der mittleren Straßenhöhe liegen darf. Ein Festhalten an dieser Festsetzung würde aus Sicht der Gemeinde auf der einen Seite zu einem unnötigen Eingriff in den Boden und auf der anderen Seite zu einer ungewollten Härte für den Grundstückseigentümer führen. Daher strebt die Gemeinde für das Grundstück Sandkuhle 9 an, dass die Oberkante des Erdgeschossfertigfußbodens max. 1,80 m über der mittleren Straßenhöhe liegen darf. Dies entspricht einer Höhe von ca. 10 cm bis ca. 50 cm über der aktuellen Geländehöhe im Bereich des Baufeldes und ca. 60 cm unterhalb der Erdgeschossfußbodenhöhe des Gebäudes auf dem südlich angrenzenden Grundstück Sandkuhle 7.

Der Bebauungsplan Nr. 2 umfasst von den Grundstücken westlich der Straße Sandkuhle bisher lediglich eine Tiefe von (im Mittel) ca. 35 m. Außerhalb des Geltungsbereiches ist eine Böschung dargestellt, die auf den ehemaligen Sandabbau hindeutet. Bei der Grundstücksbildung wurde die Böschung den jeweiligen Grundstücken zugeordnet, so dass aktuell ca. 25 % der Grundstücksfläche außerhalb des Bebauungsplanes liegen. Eine aktuelle Vermessung der Böschung hat ergeben, dass vor allem auf den Grundstücken Sandkuhle 7 und 9 die Böschung deutlich schmaler (und damit auch niedriger) als im Bebauungsplan dargestellt ist. Zur Klarstellung möchte die Gemeinde Güby im Rahmen dieser Änderung des Bebauungsplanes nun die gesamten Grundstücksflächen in den Bebauungsplan mit einbeziehen. Daher wird der Geltungsbereich des Bebauungsplanes im Bereich der Grundstücke westlich der Straße Sandkuhle um ca. 12,5 m nach Westen bis an die Grundstücksgrenze der Flurstücke 21/11 und 27/2 erweitert. Als Art der baulichen Nutzung wird das Allgemeine Wohngebiet aus dem Bestand übernommen.

Die vorhandene Böschung hat eine Höhe von ca. 5 m im Süden, ca. 7 m in der Mitte und ca. 2,5 m im Norden. Damit liegen die Voraussetzungen für eine Einstufung als gesetzlich geschütztes Biotop (Artenreicher Steilhang im Binnenland) vor. Insofern wird die vorhandene Böschung als geschütztes Biotop in der Planzeichnung dargestellt. Zudem wird zum Schutz des Biotopes eine textliche Festsetzung mit aufgenommen, nach der im Bereich der Böschung die Anlage sämtlicher baulicher Anlagen sowie Abgrabungen und Aufschüttungen unzulässig sind. Weiterhin darf der Böschungsbereich nicht intensiv gärtnerisch genutzt werden.

2. Bestehende Festsetzungen des rechtskräftigen Bebauungsplanes Nr. 2

Für das Plangebiet sind im Wesentlichen Festsetzungen bzgl. der Art der baulichen Nutzung (Allgemeines Wohngebiet), des Maßes der baulichen Nutzung (GRZ 0,3, 1 Vollgeschoss, Firsthöhe 7,00 m), der Bauweise (offen) und der Baugrenzen im Bebauungsplan enthalten. Weiterhin sind öffentliche Verkehrsflächen, Grünflächen und Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft festgesetzt. Von diesen Festsetzungen soll lediglich die Baugrenze auf einem Grundstück verschoben werden.

Im Text (Teil B) sind umfangreiche und detaillierte Festsetzungen v.a. zur Höhenlage der baulichen Anlagen, naturschutzrechtliche Festsetzungen sowie örtliche Bauvorschriften enthalten. Ergänzt werden die textlichen Festsetzungen durch detaillierte artenschutzrechtliche Hinweise. Von diesen Festsetzungen soll nur die Höhenlage der baulichen Anlagen auf einem Grundstück angepasst werden.

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