Planungs­dokumente: Bebauungsplan Nr. 3 der Gemeinde Altenhof für das Gebiet "südlich Aschauer Landstraße, westlich Lammsrader Weg"

Begründung

INHALTSÜBERSICHT

1. Anlass und Erfordernis der Planaufstellung 4

2. Rechtsgrundlagen und Verfahren 5

2.1. Rechtsgrundlagen 5

2.2. Verfahren 5

2.3. Änderungen der Planung zur öffentlichen Auslegung 5

3. Lage und derzeitige Nutzung des Plangebietes 6

4. Übergeordnete und vorangegangene Planungen 8

4.1. Ziele der Raumordnung und Landesplanung 8

4.2. Flächennutzungsplan 10

4.3. Landschaftsplan 10

4.4. Sonstige gemeindliche Planungen 11

5. Planung 11

5.1. Betriebsbeschreibung 11

5.2. Vorhabenplanung 13

5.3. Ziele der Planung 17

5.4. Wesentliche Auswirkungen der Planung 18

5.5. Alternativenprüfung 19

6. Planinhalte und Festsetzungen für den VB-Plan 19

6.1. Planungsrechtliche Festsetzungen 19

6.2. Örtliche Bauvorschriften 21

6.3. Grünordnerische Festsetzungen 22

7. Umweltplanung 23

7.1. Eingriffsregelung 23

7.2. Artenschutzrechtliche Prüfung 24

8. Immissionsschutz 24

8.1. Verkehrslärm 24

8.2. Gewerbelärm 25

9. Verkehrserschliessung und technische Infrastruktur 25

9.1. Verkehrserschließung 25

9.2. Technische Infrastruktur 26

10. Nachrichtliche Übernahmen 27

11. Hinweise 27

12. Durchführungsvertrag 28

13. Umweltbericht (gesonderter Teil) 29

Anlagen:1.Entwurf des Durchführungsvertrages zum VB-Plan Nr. 3 (Stand 16.06.2020)
2.Bestandsplan zum Landschaftspflegerischen Fachbeitrag (Frankes Landschaften und Objekte, Kiel, Stand: 23.03.2018 / letzte Änderung 27.07.2020)
3.Landschaftspflegerischer Fachbeitrag (Frankes Landschaften und Objekte, Kiel, Stand: 16.07.2020)
4.Schallgutachten Teil 1 „Verkehrslärm“, Schallschutz Nord, Langwedel (Stand: 02.07.2018)
5.Schallgutachten Teil 2 „Gewerbelärm“, Schallschutz Nord, Langwedel (Stand: 27.01.2020)
6.Erschließungsplan zum VB-Plan Nr. 3, Dipl.-Ing. Anja Bayer, Schülp (Stand: 04.07.2020)

1. Anlass und Erfordernis der Planaufstellung

Am östlichen Rand des Gemeindegebietes von Altenhof befindet sich im Ortsteil Aschau unmittelbar südlich der Landesstraße (L 285, Bäderstraße) der Betriebsstandort der Gebrüder Brien GbR Land & Forst. Der 1976 am Standort Gut Altenhof gegründete und im Jahre 1982 an den jetzigen Standort verlagerte Betrieb ist ein zertifiziertes Lohnunternehmen für land- und forstwirtschaftliche Dienstleistungen, das seit über 40 Jahren in der Gemeinde verwurzelt ist.

Der Standort ist aus einer ehemaligen ladwirtschaftlichen Hofstelle entstanden, deren Betriebsflächen im Laufe der Jahre den betrieblichen Erfordernissen entsprechend ausgebaut und erweitert wurden. Im Laufe der Jahre erfolgte eine Spezialisierung auf forstwirtschaftliche Dienstleistungen unter Beibehaltung der landwirtschaftlichen sowie der kommunalen Dienstleistungen für die Gemeinde Altenhof und die umliegenden Gemeinden. Mit der Spezialisierung erfolgte eine entsprechende Erweiterung des Maschinen- und Geräteparks.

Der Betrieb beschäftigt 6 Stammmitarbeiter und 1 bis 2 Mini-Jobber insbesondere während der Pflanzzeiten und für Sonderaufgaben. Der überwiegende Anteil des Dienstleistungsumfanges wird regional abgearbeitet. Eine detaillierte Betriebsbeschreibung sowie eine Zusammenstellung der Tätigkeiten erfolgen in Kapitel 5.1 dieser Begründung.

Der Betriebsstandort ist für die zu erledigenden Aufgaben ideal gelegen und grundsätzlich gut geeignet, da er auch verkehrlich gut angebunden ist und auch die B 76 als Hauptverkehrsachse auf kurzem Wege gut erreichbar ist. Er muss sich jedoch den weiter steigenden Anforderungen in der Branche anpassen und auch vor dem Hintergrund des jüngst erfolgten Generationenwechsels innerhalb des Betriebes weiterentwickeln können.

Es fehlen z.B. Kapazitäten für die Hallenlagerung und Werkstattflächen z.B. für die Reparatur und Pflege der Maschinen unter Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften und des Arbeitsschutzes. Auf Grund der Tatsache, dass der Betrieb in 2017 an die Söhne des Firmengründers übergeben wurden, fehlt zudem ein weiteres Betriebsleiterwohnhaus am Standort.

Im Zuge der geplanten baulichen Weiterentwicklungen soll das Betriebsgelände in Teilen neu strukturiert und arrondiert, für künftige Entwicklungen aufgestellt und nachhaltig in seinem Bestand gesichert werden. Im Zuge der Umsetzung soll dabei auch ein Rückbau vorhandener Lagerflächen außerhalb des Plangeltungsbereiches sowie der Rückbau bestehender Altgebäude im Zuge einer Neubebauung erfolgen.

Zur Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen für die geplanten Vorhaben und zur Sicherstellung einer geordneten städtebaulichen Entwicklung sind auf der Ebene der vorbereitenden Bauleitplanung die Aufstellung der 2. Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde sowie auf der Ebene der verbindlichen Bauleitplanung die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 3 als vorhabenbezogener Bebauungsplan (VB-Plan) erforderlich.

Da sich das Betriebsgelände innerhalb des Landschaftsschutzgebietes „Küstenlandschaft Dänischer Wohld“ (Kreisverordnung vom 30. März 1999) befindet, wird eine Entlassung aus dem Landschaftsschutz erforderlich. Die Entlassung aus dem Landschaftsschutz ist auf Grundlage des zur frühzeitigen Behördenbeteiligung vorgelegten Planungskonzeptes und der dort getroffenen Flächenabgrenzungen mit der 8. Änderung der Kreisverordnung zum Landschaftsschutzgebiet vom 17.07.2019 bereits erfolgt.

Bei dem vorliegenden Betriebsstandort handelt es sich um eine gewachsene Struktur und einen insbesondere hinsichtlich des Tätigkeitsfeldes aber auch hinsichtlich seiner Identität vor Ort und in der näheren Umgebung verwurzelten Gewerbebetrieb.

Auf Grund der Außenbereichslage und der ehemaligen Lage innerhalb eines Landschaftsschutzgebietes waren und sind dennoch alternative Standorte für die vorgesehene Entwicklung zu prüfen. Diesbezügliche Aussagen können dem Kapitel 5.5 dieser Begründung sowie dem Umweltbericht entnommen werden.

Die Gemeinde befürwortet die angestrebte Sicherung des Betriebsstandortes innerhalb des Gemeindegebietes und unterstützt das Vorhaben indem sie die Planverfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes und zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes mit den entsprechenden Aufstellungsbeschlüssen eingeleitet hat.

2. Rechtsgrundlagen und Verfahren