Planungs­dokumente: 2. Änderung des Bebauungsplans Nr. 5a der Gemeinde Utersum

Textliche Festsetzungen

1. Art der baulichen Nutzung (§ 9 (1) Nr. 1 BauGB und § 11 BauNVO)

Die im Geltungsbereich des Bebauungsplans Nr. 5a bisher als Dorfgebiet (MD) festgesetzten Bereiche werden zu Sonstigen Sondergebieten (SO) für „Dauerwohnen und Tourismus“ geändert.

Das Sonstige Sondergebiet dient dem Dauerwohnen sowie der Touristenbeherbergung.

Es sind folgende Nutzungsarten zulässig

  • Dauerwohnungen, d.h. Wohnungen für Personen, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Insel Föhr haben (Hauptwohnung, alleinige Wohnung);
  • Ferienwohnungen, d.h. Wohnungen, die einem ständig wechselnden Personenkreis als vorübergehende Übernachtungsmöglichkeit gegen Entgelt zur Verfügung gestellt werden. Diese Nutzung muss sich der in dem Gebäude vorherrschenden Hauptnutzung unterordnen und darf 40% der Geschossfläche nicht überschreiten;

Die Geschossfläche ist nach den Außenmaßen des Gebäudes in allen Vollgeschossen zu ermitteln. Die Flächen von Aufenthaltsräumen in Nicht-Vollgeschossen, einschließlich der zu ihnen gehörenden Treppenräume und ihrer Umfassungswände sind mitzurechnen.

  • Der Versorgung des Gebiets dienenden Einzelhandelsbetriebe sowie Schank- und Speisewirtschaften;
  • Anlagen für Verwaltungen sowie für kulturelle und soziale Zwecke;

Folgende Nutzungsarten sind ausnahmsweise zulässig

  • Betriebe des Beherbergungsgewerbes (ausgenommen Ferienwohnungen);
  • Räume und Gebäude für freie Berufe;
  • Anlagen für kirchliche, gesundheitliche und sportliche Zwecke;
  • Sonstige nicht störende Gewerbebetriebe (ausgenommen Ferienwohnungen);

Die genannten ausnahmeweise zulässigen Nutzungen können zugelassen werden, sofern von ihnen keine nachteiligen Auswirkungen auf das Gebiet zu erwarten sind und der Gebietscharakter erhalten bleibt.

Die noch bestehenden und genehmigten Wirtschaftsstellen land- und forstwirtschaftlicher Betriebe und die dazugehörigen Wohnungen und Wohngebäude bleiben zulässig.

Die gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 6 BauGB Beschränkung der höchstzulässigen Anzahl der Wohnungen wird aufgehoben.

2. Maß der baulichen Nutzung, Bauweise

Bei Nutzungsänderungen und geringfügigen Umbauten von zulässigerweise errichteten Gebäuden ist ausnahmsweise eine Überschreitung des festgesetzten Maßes der baulichen Nutzung zulässig, wenn der zulässigerweise errichtete bauliche Bestand dieses Maß zum Zeitpunkt des Satzungsbeschlusses des Bebauungsplans Nr. 5a bereits überschritten hat und wenn durch die Nutzungsänderung oder den Umbau das Maß der baulichen Nutzung nicht weiter erhöht wird.

Nachrichtliche Übernahmen:

Innerhalb der als öffentliche Grünfläche – Parkanlage – festgesetzten Fläche ist ein Musikpavillon bis zu einer Grundfläche von maximal 60 m² zulässig.

Abweichend von der festgesetzten Eingeschossigkeit, sind bereits bestehende zweigeschossige, landwirtschaftliche genutzte Gebäude weiterhin zweigeschossig zulässig, sofern sie weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden.

3. Mindestgrundstücksgröße

Nachrichtliche Übernahme:

Die Mindestgrundstücksgröße wird im Plangebiet mit 850 m² festgesetzt. Bei Grundstücken, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Bebauungsplans die festgesetzte Mindestgrundstücksgröße unterschreiten, gilt die Mindestgrundstücksgröße nicht. Für diese gilt die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens vorhandene Grundstücksgröße als Mindestgrundstücksgröße.