Glinde - Neuaufstellung Flächennutzungsplan

Glinde

Verfahrensschritt

Auswertung Öffentlichkeit

Zeitraum

Beteiligung beendet 

durchführende Organisation

Stadt Glinde

Planungsanlass

Die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans ist notwendig, da der derzeit gültige Plan aus dem Jahr 1960 stammt und die darin festgelegten Ziele der Stadtentwicklung heute nicht mehr den modernen Anforderungen und Bedürfnissen entsprechen. Um die Zukunft von Glinde passend zu den aktuellen Herausforderungen und Chancen zu gestalten, wird ein neuer Flächennutzungsplan erarbeitet. Dieser soll die geplante städtebauliche Entwicklung für das gesamte Stadtgebiet zeitgemäß und zukunftsorientiert widerspiegeln und den heutigen rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gerecht werden.

Ansprechperson

Stadt Glinde – Der Bürgermeister –

Amt für Bauen, Stadtentwicklung und Umwelt

Sachgebiet Stadtplanung und Umwelt

– Frau M. Schweinsberg –

Markt 1 21509 Glinde

Telefon: +49 40 71002 310

stadtplanung@glinde.de

Aktuelle Mitteilungen

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Sie sehen hier die Stellungnahmen, die von Beteiligten zu diesem Verfahren eingereicht und zur Veröffentlichung freigegeben wurden, nachdem der Verfahrensträger dem zugestimmt hat.

Stellungnahme #1043

Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:

Kommentar zur Informationsveranstaltung am 21.01.2026 zum neuen Flächennutzungsplan Glinde

Die Sportanlage in Glinde bleibt zwar formal bestehen, aber ihr Umfeld soll sich grundlegend verändern. Gewerbe, Wohnen und Sport auf engstem Raum führen daher zwangsläufig zu Nutzungskonflikten durch Lärm, starkes Verkehrsaufkommen und hohen Parkdruck. Wohngebiet und Gewerbe bedeuten mehr Autos, Lieferverkehr , Besucher und  Pendler.

Die Straße „Am Sportplatz“, die Parkplätze sowie die Zufahrt sind dafür nicht ausgelegt.

Und – Gewerbe braucht Anlieferung, Bewegung und Flexibilität. Wohnen dagegen braucht Ruhe. Beides direkt nebeneinander zu planen, ist ein bekanntes Konfliktmodell.

Nach den bisherigen Planungen soll das neue Gewerbegebiet über die K 80 erschlossen werden. Das ist wenig realistisch, da es sich um eine Kreisstraße handelt, und ob der Kreis dies finanzieren und unterhalten würde, ist kaum vorstellbar.

Die mögliche Alternative über die Straße „Am Sportplatz“ würde die Situation hier durch den zusätzlichen Liefer-, Berufs- und Kundenverkehr weiter verschärfen und insbesondere für Anwohner, Fußgänger und Radfahrer erhöhte Sicherheitsrisiken schaffen. Die Straße „Am Sportplatz“ ist seit über 45 Jahren eine Anwohnerstraße und schon deshalb keine ständige Gewerbe- und LKW-Zufahrt.

Die zu erwartenden Sicherheitsprobleme, der Lärm und die Konflikte, insbesondere für Anwohner, Kinder und den Sportbetrieb stehen im Spannungsverhältnis zu den Zielen des Baugesetzbuches, wonach gesunde Wohnverhältnisse zu wahren und die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen sind ( §1 Abs.6 Nr.1 und Nr. 7 BauGB).

Grünflächen in Glinde sind eben nicht nur freie Flächen, es sind Erholungsräume, Klimapuffer und Spielorte für Kinder. All das ist ein Teil der Lebensqualität in Glinde, und das darf nicht leichtfertig geopfert werden.

Auch das ebenfalls im Plan ausgewiesene neue Wohngebiet bringt zwar neue Menschen, aber keine zusätzlichen Kita- und Schulplätze, keine Ärzte, keine neuen Parkplätze, keine Entlastung der Straßen. Wohnraum ohne funktionierende Infrastruktur, die in Glinde ohnehin schon aus allen Nähten platzt, führt zu einer Verschlechterung der Lebensqualität. So wird nur die Reihenfolge auf den Kopf gestellt: Vielmehr muss zuerst einmal die Infrastruktur hergestellt werden, und zwar auf Wachstum ausgerichtet, und dann erst sollte über weitere Flächennutzung und Bebauung nachgedacht werden.

So geht kluge Planung!

Die völlig missratene Einführung der E-Mobilität durch die Politik sollte hier mahnendes Beispiel sein. Für die von der Ampel zum Start subventionierten E-Autos stand und steht selbst bis heute noch nur eine völlig unzureichende Menge an Ladepunkten zur Verfügung – wovon sich die Transformation in der Automobilwirtschaft bis heute nicht erholt hat. Also – alles stets der Reihe nach. Und wenn das nicht miteinander harmoniert, dann muss man es eben lassen.

Ausserdem – wenn wir Wohnungen bauen, aber dafür Infrastruktur, Aufenthaltsqualität, Grünflächen und Sicherheit verlieren, schaffen wir keinen besseren Ort zum Leben. Natürlich werden Wohnungen gebraucht – aber nicht um jeden Preis, sonst wird aus der vermeintlichen Lösung erst das Problem. Glinde braucht Luft zum Atmen, Platz zum Leben und Infrastruktur, die funktioniert.

Wem nützt Wachstum, wenn es am Ende Stress und Frust beim Bürger erzeugt? Wohnungen darf man nicht isoliert bauen, zu jedem Zuhause gehören Straßen, Kitas, Schulen, Ärzte, Grünflächen und Sicherheit. Geld und Beton allein machen keine lebenswerte Stadt, es sind vielmehr die Menschen, die hier leben. Eine Stadt, in der man nur noch wohnt, aber nicht mehr gut leben kann, ist keine Stadt, die wir unseren Kindern überlassen wollen.

Glinde gehört heute schon mit zu den am stärksten verdichteten Städten in Deutschland. Nach §1 Abs. 5 und Abs. 6 BauGb ist eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung sicherzustellen, die soziale, ökologische und wirtschaftliche Belange gleichrangig berücksichtigt. Diese Anforderungen sind aus Sicht sehr vieler Glinder Bürgerinnen und Bürger nicht ausreichend erfüllt. Wachstum um jeden Preis gefährdet genau das, was Glinde lebenswert macht.

Unsere Stadt ist mehr als ein Standort für neue Wohnungen, es ist unser Zuhause, und das braucht Qualität statt Quantität, Beteiligung statt Durchwinken, Lebensqualität statt Beton. Glinde darf seine Seele nicht verlieren!

Stellungnahme #1042

Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:

Als Glinder Bürger, der seit über 45 Jahren die Entwicklung dieser Stadt aus eigener Anschauung begleiten konnte, haben meine Frau und ich am 21.01.2026 an der Informationsveranstaltung zum neuen Flächennutzungsplan teilgenommen.

Unsere Frage, ob die Fläche der aufgefüllten ehemaligen Kiesgrube biologisch und chemisch unbedenklich sei, wurde positiv unter Bezug auf das Baugutachten der Firma Dr. Skowronek beantwortet.

Die sich daran anschließende Frage, wie tief denn für die Bodenproben gebohrt worden sei, konnte dagegen nicht beantworten werden, und es wurde hierfür auf das Gutachten verwiesen. Beim Einblick in das Gutachten konnte eine Bohrtiefe bei den dort genannten Oberbodenuntersuchungen jedoch nicht gefunden werden.

Wir baten darum, diese Informationen nachzureichen, denn sie sind relevant mit Blick auf die Verfüllungen. Damals wurden nämlich Altlasten noch nicht systematisch bei Planungen berücksichtigt, die Erfassung derartiger Flächen begann in Schleswig-Holstein erst ab 1984. (https://www.schleswig-holstein.de/DE/fachinhalte/A/altlasten/altlastensanierung)

Der Beginn der Verfüllungen in Glinde wird in dem Gutachten aber bereits mit „mutmaßlich ab 1983“ angegeben, also vor der Erfassung der Altlasten, was definitiv so aber auch nicht stimmt. Die nachfolgende Schilderung zur Verfüllung belegt hier vielmehr das Gegenteil.

Unsere Familie ist im Mai 1980 in das Endhaus der 16er Reihenhausreihe Am Sportplatz, damals noch Betonsstraße, eingezogen, die als erste in dem Bebauungsgebiet fertiggestellt wurde. Wir blieben längere Zeit die einzigen Bezieher, da das Endhaus als erstes fertiggestellt worden war und die anderen 15 Reihenhäuser erst in den kommenden Wochen bezugsfähig wurden.

Gleich in der ersten Nacht nach unserem Umzug wurde bei uns eingebrochen. Wir waren deshalb in der Zeit danach extrem sensibilisiert, insbesondere gegenüber Lärm, und wurden daher danach Zeuge, wie Lkw-Kolonnen regelmäßig über Tage und Wochen hinweg nachts zwischen 00:00 und 02:00 Uhr mit ausgeschaltetem Licht in die Kiesgrube hinein- und wieder herausfuhren.

Das fanden wir merkwürdig. Meine Frau meldete dies kurz darauf bei der Polizei in Glinde - damals noch neben dem Togo-Hof - bei einem Kommissar Meier. Der sagte zu, der Sache nachzugehen. In den Wochen darauf fuhren die Lkw-Kolonnen allerdings ohne große Unterbrechungen weiter, so dass meine Frau Kommissar Meier erneut aufsuchte und nach dem Sachstand fragte. Ihr wurde mitgeteilt, dass der Vorgang an die zuständige Behörde weitergeleitet worden sei. Wir wurden da aber nicht kontaktiert, irgendwann hörten die nächtlichen Fahrten auf. Dies alles können wir an Eides statt bestätigen.

Bereits hieraus wird ersichtlich, dass es eine erhebliche Grauzone zwischen dem vom Gutachten genannten „mutmaßlichen“ Beginn der Verfüllungen ab 1983 und der tatsächlichen Verfüllung ab etwa 2. Hälfte 1980 ff. gibt. Der hier beschriebene Ablauf kann nur den Schluss zulassen, dass hier Sondermüll illegal abgeladen wurde, der bisher an keiner offiziellen Stelle Erwähnung findet.

Ein älterer Glinder Bürger, der regelmäßig mit seinem Hund bei uns vorbeikam, berichtete außerdem damals, dass in der Kiesgrube auch ein Gaskraftwerk entsorgt worden sein soll. Der Glinder Bürgermeister erklärte, dies sei durchaus bekannt.

Allein hierdurch, sowie unter Berücksichtigung der oben geschilderten Beobachtungen, erscheint die in dem Gutachten getätigte Aussage nicht haltbar, wonach beim Deponieinventar gewerbliche Abfälle auszuschließen seien. Wenn eine Entwicklungsgesellschaft daraufhin Baureife behaupten und die Bodenbeschaffenheit unbedenklich nennen sollte, wäre das fachlich angreifbar und ggf. haftungsrelevant. Selbstverständlich steht es einem Investor frei, ein Bodengutachten erstellen lassen, allerdings sollte sich eine Planung nicht alleine darauf stützen, da hier Unabhängigkeit und wirtschaftliche Interessen kaum zu trennen sind.

Wir verwiesen dann auf eine mögliche Analogie zur Deponie Nr. 78 in Barsbüttel, die zwischen 1954 und 1966 als Mülldeponie genutzt wurde. Nachdem dort, auch aufgrund von Bodengutachten, 170 Wohnhäuser gebaut wurden, stellte sich 1986 heraus, dass dort hochgiftige Chemieabfälle entsorgt worden waren, „ein »infernalisches Gemisch«, so der Kieler Toxikologe Otmar Wassermann, von Ölen, Lösungen und Säuren. Das »Betreten der Grube« sowie das »Angeln« in einem ehemaligen Teich auf dem Baugelände war zeitweise offiziell verboten, wie sich aus internen Behördenakten ergibt - »Lebensgefahr durch Vergiftung«“ (DER SPIEGEL 10.05.1987).(https://www.spiegel.de/politik/verzweifelter-versuch-a-09377330-0002-0001-0000-000013523115?sara_ref=re-so-app-sh)

Noch im Februar 1987 sah die Kieler Regierung keinen sachlich begründeten Handlungsbedarf, keine Bereitschaft, eine Gefahr für Leib und Leben der Anwohner zu akzeptieren. Erst Ministerpräsident Barschel sorgte schließlich für ein Kaufangebot an die Hauseigentümer von bis zu 50 Mio. DM, 95 Häuser wurden später abgerissen.

Es empfiehlt sich, diesen SPIEGEL-Artikel einmal nachzulesen, da stehen auch noch andere gruselige Sachen drin.

Ein Barsbüttel 2 wollen wir Anwohner in Glinde nicht.

Eine Nutzung der Flächen gemäß Plan ist bis zur genauen Klärung dieser Sachverhalte schwer vorstellbar. Das kann auch nicht im Interesse eventueller Entwickler und Investoren sein, denn irgendjemand ist am Ende immer haftbar, und man würde hier wahrscheinlich nicht lange suchen müssen.

Deshalb ist ein gründliches und unabhängiges Baugutachten – wie bei der Deponie 78 z.B. mit Bohrungen bis in 12 m Tiefe (vgl. Archivale im Kreisarchiv Stormarn) – vor der Planung der Flächennutzung eigentlich gängiger Standard. Die bisherigen Untersuchungen, soweit uns bekannt, sind hier nicht ausreichend.

Stellungnahme #1041

Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:

 

 

 
Der neue Flächennutzungsplan läuft den gesetzlichen Vorgaben des BauGB und Glindes erklärten Zielen einer nachhaltigen Stadtentwicklung ("Die Stadt Glinde sieht mit annähernd 20.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die Grenzen ihres Wachstums erreicht und orientiert die Stadtentwicklung am Grundsatz der Nachhaltigkeit.") zuwider. Die Bebauung und Versiegelung von Grünflächen, viele davon ausgewiesene Landschaftsschutzgebiete, ist angesichts zunehmender extremer Wetterlagen (Hitze, Starkregen) geradezu die Sabotage einer zukunftsfähigen, lebenswerten Stadt.

 

§ 1 (5) BauGB:
"1 Die Bauleitpläne sollen eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung, die die sozialen, wirtschaftlichen und umweltschützenden Anforderungen auch in Verantwortung gegenüber künftigen Generationen miteinander in Einklang bringt, und eine dem Wohl der Allgemeinheit dienende sozialgerechte Bodennutzung unter Berücksichtigung der Wohnbedürfnisse der Bevölkerung gewährleisten. 
2 Sie sollen dazu beitragen, eine menschenwürdige Umwelt zu sichern, die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen und zu entwickeln sowie den Klimaschutz und die Klimaanpassung, insbesondere auch in der Stadtentwicklung, zu fördern und zur Erfüllung der Klimaschutzziele des Bundes-Klimaschutzgesetzes die Wärme- und Energieversorgung von Gebäuden treibhausgasneutral zu gestalten sowie die städtebauliche Gestalt und das Orts- und Landschaftsbild baukulturell zu erhalten und zu entwickeln. 
3 Hierzu soll die städtebauliche Entwicklung vorrangig durch Maßnahmen der Innenentwicklung erfolgen."

https://bob-sh.de/verfahren/glinde-fplanneu/public/detail#procedureDetailsMap

 

https://www.glinde.de/ueber-uns/herzlich-willkommen/leitziele-der-stadt-glinde

 

https://dejure.org/gesetze/BauGB/1.html

Stellungnahme #1040

Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:

Als Bürger und unmittelbar betroffener Anwohner des geplanten Bereichs Wohn- und Gewerbegebiet nördlich des TSV Glinde habe ich erhebliche Bedenken am Flächennutzungsplan der Stadt Glinde.

Gründe:

  1. Es handelt sich um mit Altlasten belasteten Flächen. Im Jahr 2021 erstellte Gutachten belegen das.

  2. Die ausgewiesene Verkehrsfläche (hier Anbindung an die Kreisstraße 80) wird nicht umgesetzt werden, sodass der Anwohner- und Güterverkehr über die Straße am Sportplatz geleitet wird. Die Anbindung an die Möllner Landstr. ist bereits heute stark frequentiert und stellt einen Gefahrenpunkt dar.

  3. In Zeiten einer rezessiven bzw. stagnierenden Wirtschaft macht die Planung eines Gewerbegebietes wenig bis gar keinen Sinn. Ausnahme: Es sei denn, man wandelt das ausgewiesene Gewerbegebiet später in ein Wohngebiet, was man dann ertragreich veräußern kann. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.....

  4. Die Stadt Glinde hat sich früher dazu bekannt, max. 20.000 Einwohner zuzulassen. Das dürfte mit dem geplanten Baugebiet locker gerissen werden.

Das sind nur vier Punkte, aber es sind in den weiteren Stellungnahmen enthalten.

Ich schließe der Stellungnahme 1011 an gehe davon aus, dass die Planung überdacht und nicht umgesetzt wird.

Stellungnahme #1039

Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:

Glinde ist eine der am dichtesten besiedelten Städte in ganz Schleswig-Holstein, meiner Kenntnis nach unter den Top 5.

Schon dieser eine Gesichtspunkt verdeutlicht, dass Glinde keine weitere Verdichtung verträgt.

Schaut man sich aber nun die Situation vor Ort für diesen Flächennutzungsplan an, dann wird die Dramatik überdeutlich.

Eine Zufahrt zum geplanten Gewerbegebiet soll über die K80 erfolgen, wie der Name schon sagt eine Kreisstraße.

Schaut man sich die finanzielle Lage des Kreises an, dann muss kein Prophet sein, um deren Interesse an der Realisierung und Finanzierung einer Glinder Straße ist.

Das Wohngebiet kann über zwei Straßen erreicht werden, die Mühlenstraße und die Straße Am Sportplatz.

Die Mühlenstraße hat, wie die Straße Am Sportplatz, Tempo 30 mit der Rechts-Vor-Links-Regel.

Zusätzlich gibt es Parkflächen auf der Mühlenstraße, wodurch der jetzige Straßenverkehr mittlerweile kurz vor dem Kollaps ist.

Eine zusätzliche Belastung der Mühlenstraße ist absolut undenkbar, bleibt also nur die Straße Am Sportplatz.

Hier wurde in den letzten Jahren das Neubaugebiet Altes Gleisdreieck gebaut, ein zwingend notwendiger Kreisel zur Möllner Landstraße ist aufgrund einer fehlenden Ingenieurstelle noch nicht realisiert.

Zusätzlich wird die Straße Am Sportplatz wie der Name schon sagt von Besuchern des Sportplatzes und des Restaurants benutzt, zudem von der Kita.

Das Gebiet im Flächennutzungsplan kommt erst hinter diesem Bereich, hier ist zunächst die so genannte Betonstraße als Nadelöhr zu passieren.

Ein Ausbau dieser Straße ist, soweit mir bekannt, nicht geplant und auch nicht möglich.

Ein Ausbau der Betonstraße müsste nach den geltenden Vorschriften erfolgen, das ist aufgrund der Enge an dieser Stelle überhaupt nicht möglich.

Kurzum, aus verkehrstechnischer Sicht ist der Inhalt dieses Flächennutzungsplan unrealistisch.

Ein weiterer Aspekt ist die Umwelt, hier sei noch einmal auf die eingangs erwähnte Bevölkerungsdichte verwiesen.

Zudem befindet sich in unmittelbarer Nähe ein Biotop, welches sich aktuell mit der Naturfläche bestens ergänzt.

Ein Eingriff hier ist unter allen Umständen zu vermeiden, wie die jährlichen fachkundigen Führungen unterstreichen.

Vor ein paar Jahren wurde hier Mais angebaut, was sofort aus umweltrechtlichen Gründen untersagt wurde.

Wenn Mais dort nicht angebaut werden darf, weswegen sollen denn dort Menschen wohnen und arbeiten dürfen?

Auch der Tausch der Fläche mit dem Sportareal des TSV Glinde wurde abgelehnt, da das Gelände im nun aufzustellenden Flächennutzungsplan Entweichungen von Methan vorweist.

Sportler sollen dort keinen Sport ausüben, aber Menschen leben und arbeiten?

Das Ergebnis der Abstimmung im zuständigen Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz sollte auch aufhorchen lassen:

6 waren dafür, 3 dagegen, 2 haben sich enthalten. Große Zustimmung sieht anders aus.

Ich kann als Zusammenfassung das Land nur bitten, stoppen sie den Flächennutzungsplan bevor es zu spät ist!

Stellungnahme #1038

Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:

Im Flächennutzungsplan ist für Glinde Nord Ost westlich der K80 und der Straße Am Sportplatz ein Gewerbegebiet und

ein Baugebiet ausgewiesen.Diese Flächen sind wie allgemein bekannt teilweise erheblich belastet.

Wenn, wie es zu erfahren war, eine Ausgasung für die nächsten 5-10 Jahre zu erwarten sei, wäre es doch dann erstmal

sinnvoll sich über die Gesamtverschmutzung Klarheit zu verschaffen bevor diese Flächen überplant werden!

Was aberein Geschmäckle ist: Diese Flächen sind in Privatbesitz! Ist es dann nicht von besonderer Priorität

die Grunstückseigner zu verpflichten eine gründliche Entsorgung vorzunehmen ( amtlich kontrolliert) bevvor

kontamenierte Flächen beplant werden.

Deckel drauf und bebauen ist weder für heute noch für zukünftige Generationen eine gute Lösung

Dem Beitrag 1011 sollten sich viele Bürger anschließen und wie ich gegen diesen Entwurf sein

Stellungnahme #1037

Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:

Dem Flächennutzungsplan kann ich in keiner Weise zustimmen.

Er bedeutet für alle hier in unserer Stadt lebenden Menschen deutlich weniger Lebensqualität. Unsere Straßen und Parkplätze sind bereits heute völlig ausgelastet, weitere Gewerbe- und Wohngebiete, sowie der Ausbau von entsprechenden Straßen würden noch mehr Lärm, Staus und Umweltverschmutzung bedeuten. Die vorhandenen Straßen und Wege sind in einem schlechten Zustand, das Augenmerk der Stadtverwaltung sollte sich auch hierauf konzentrieren, statt immer noch mehr und mehr Straßen anzulegen. Die geplanten Wohn- und Gewerbeflächen in Glinde NordOst gasen voraussichtlich noch die nächsten 5-10 Jahre Methan und CO2 aus. Eine Aufforstung statt einer Flächenversiegelung hätte einen wünschenswerten CO2-Speichereffekt. Oder soll den später dort lebenden und arbeitenden Menschen tatsächlich das belastete, womöglich gesundheitsschädliche Gebiet zugemutet werden? Eine Parklandschaft mit Spazier- und Radwegen mit Anbindung an das Biotop halte ich für eher sinnvoll, auch im Hinblick auf die CO2-Neutralisierung und den Nachhaltigkeitsleitsatz der Stadt Glinde. Weiterhin wäre hierdurch ein Grünzug über bewohnte Privatgrundstücke der Bahnstraße ohne Anbindung westlich der Mühlenstraße an das Erholungsgebiet am Mühlenteich überflüssig.

Bitte überdenken Sie den Flächennutzungsplan und nehmen Sie Rücksicht auf die Wünsche und Bedürfnisse der Glinder Bürger.

Stellungnahme #1036

Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:

In dem zur Diskussion stehenden Flächennutzungsplan ist die ehemalige Bahn-Anbindung aus den 1960ern weiterhin eingeplant.

Warum werden Flächen verplant damit irgendjemand eine Eisenbahn unterirdisch zum Mühlencenter in Glinde bauen kann? Oberirdisch wird es kaum möglich, weil Leute ihre Häuser auf dem Gelände der möglichen Trassenführung gebaut haben.

Wenn es in den vergangenen 70 Jahren bisher zu keinem U-Bahn-Tunnel bis zum Mühlencenter gereicht hat: wieso erkennt man die Realitäten nicht an und erstellt den FNP, dessen Überarbeitung wegen der oberholten Annahmen aus den 60er Jahren notwendig ist, nicht gleich beim erstem mal richtig?

Stellungnahme #1035

Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:

Als Privatperson blicke ich mit Interesse, aber auch mit leiser Sorge auf die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans. Denn sie ist mehr als eine technische oder planerische Aufgabe – sie ist eine Antwort auf die Frage, wie wir in Zukunft leben wollen.

Was, wenn unsere Stadt die Grenze ihres Wachstums bereits erreicht hat? Nicht im Sinne von Stillstand, sondern im Sinne von Reife. Wachstum wurde lange als Fortschritt verstanden: mehr Fläche, mehr Gebäude, mehr Verkehr. Doch vielleicht liegt die nächste Entwicklungsstufe nicht im „Mehr“, sondern im „Besser“.

Was, wenn wir beginnen, der Natur wieder Raum zuzugestehen – nicht als Restfläche zwischen Straßen und Baugebieten, sondern als gleichwertigen Teil der Stadt? Grünflächen, Bäume, Wasser und offene Landschaften sind keine Luxusgüter. Sie sind Lebensgrundlagen, Rückzugsorte, Atempausen in einer immer dichteren Welt.

Was, wenn Lebensqualität nicht mehr primär über Quadratmeterzahlen und Wirtschaftskraft definiert wird, sondern über Ruhe, Erreichbarkeit, Begegnung und Zugehörigkeit? Über Orte, an denen Menschen sich aufhalten wollen, statt sie nur zu durchqueren. Über Wege, die man gerne zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegt. Über Nachbarschaften, die nicht nur funktionieren, sondern tragen.

Vielleicht fordert uns diese Neuaufstellung dazu auf, innezuhalten und zu fragen: Was bewahren wir? Was brauchen wir wirklich? Und was dürfen wir auch bewusst nicht mehr weiterverfolgen?

Was, wenn wirtschaftlicher Erfolg nicht allein über maximale Erreichbarkeit mit dem Auto definiert wird, sondern über Qualität des Standorts: gute Anbindung, attraktive Umgebung, Aufenthaltsqualität für Beschäftigte? Unternehmen profitieren ebenso von lebenswerten Städten wie ihre Bewohnerinnen und Bewohner.

Vielleicht liegt die Aufgabe nicht darin, Wirtschaft und Stadt voneinander abzugrenzen, sondern sie neu miteinander zu verweben. Gewerbe als Mitspieler der Stadtentwicklung – nicht als Ring um sie herum, sondern als Teil ihres inneren Gefüges.

Ein Flächennutzungsplan kann die Haltung einer Stadt widerspiegeln. Er kann zeigen, ob wir weiterhin vor allem verwalten, was wächst – oder ob wir beginnen, verantwortlich zu gestalten, was bleibt.

Stellungnahme #1034

Verfasser*in: Privatperson
Eingereicht am:

Mit dem Flächennutzungsplan widerspricht die Stadt ihren eigenen Leitzielen, die geplanten Flächenversiegelungen hat nichts mit Klimaschutz und Nachhaltigkeit gemein. Ein Verkehrskonzept für ein zukünftiges Glinde ist nirgends erkennbar. Ein Kreisverkehr zwischen A 24 und Ausfahrt Glinde / Möllner Landstrasse an Unsinn kaum zu überbieten, man sehe sich nur die Längen der Auf.- und Abfahrten mit den Be.- und Entschleunigungsstreifen an. Die betreffenden Flurstücke Glinde Nord - Ost sind in privater Hand, und dienen nur zur Bereicherung einiger weniger.Zur Verfüllung wurden Elbschlick und u.o. ähnliches in die als Kiesabbaugebiet genutzen Flächen eingebracht. Gespräche mit dem Landschaftsschutz, der Forstbehörde und dem Landesbetrieb Verkehr sind anscheinend noch nicht ( vollständig ) erfolgt. Ich schließe mich den vorangegangen Stellungnahmen, insbesondere 1007 und 1032, an. Ich beantrage eine deutlich längere Frist zur Bürgerbeteiligung, ich denke es wäre sinnvoll eine Entscheidung über den Flächennutzungsplan nach Amtsantritt des neuen Bürgermeisters zu treffen.