Planungs­dokumente: Bebauungsplan Nr. 57 der Gemeinde Trittau (Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung)

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Inhaltsverzeichnis

Begründung

1. Vorbemerkung

Nach dem BauGB 2004 ist das Bauleitplanverfahren um eine frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange ergänzt worden. Gemäß § 4 (1) Baugesetzbuch (BauGB) dient diese insbesondere der Festlegung von Umfang und Detaillierungsgrad der Umweltprüfung. Die Unterrichtung soll möglichst frühzeitig erfolgen und beschränkt sich daher gemäß Erlass des Innenministeriums vom 19. März 2014 - IV 269- 512.110 - auf die Erläuterung der allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung. Ausführliche Planunterlagen einschließlich Begründung und Umweltbericht werden im nächsten Verfahrensschritt erstellt.

Die Gemeinde hat 2 alternative Planvarianten entwickelt und bittet um Stellungnahmen zu beiden Alternativen.

Der wesentliche Unterschied zwischen diesen Varianten besteht in der Form und der Lage der angedachten Erschließung des Gebietes sowie der Anbindung an die Hamburger Straße (L 94).

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2. Planungsanlass und Ziele der Planung

Die Gemeinde Trittau ist bestrebt, Einzelhandelsflächen fortzuentwickeln. Insbesondere vor dem Hintergrund der Versorgung mit Dingen des täglichen Bedarfes soll im südlichen Gemeindegebiet die Ansiedlung eines Nahversorgers ermöglicht werden. Die Gemeinde beabsichtigt, die Einzelhandelssituation im Gemeindegebiet grundsätzlich neu zu strukturieren und lässt diesen Prozess gutachterlich durch die Firma ‚bulwiengesa AG‘ begleiten.

Im Zusammenhang mit der Entwicklung einer zukunftsfähigen Gesamtlösung soll die Fläche östlich der Hamburger Straße als Sondergebiet (Einzelhandel) entwickelt werden.

Darüber hinaus besteht im Gemeindegebiet ein Defizit an Kindertageseinrichtungen. Die bestehenden Angebote befinden sich in nördlicher und zentraler Ortslage, im Süden, im Umfeld der Siedlungsstrukturen an der Hamburger Straße, ist ein zusätzlicher Standort wünschenswert. Die Gemeinde reagiert auf diesen Sachverhalt und möchte auf der hier überplanten Fläche neben einer Einzelhandelseinrichtung ebenfalls einen Standort für eine Kindertagesstätte vorsehen.

Vor dem Hintergrund einer mittelfristig angestrebten wohnbaulichen Entwicklung im südlichen Bereich beiderseits der Hamburger Straße hat sich die Gemeinde intensiv mit den Auswirkungen einer Kindertagesstätte an diesem Standort auseinander gesetzt und Alternativstandorte geprüft. Im Hinblick auf mögliche Störwirkungen und verkehrliche Belastungen angrenzender Wohngebiete hat sich die Gemeinde für den Standort am östlichen Rand des Plangebietes entschieden, hier besteht ausreichend Abstand zu bestehender Wohnbebauung, die verkehrliche Erschließung erfolgt über eine Anbindung an die Hamburger Straße und erfolgt insofern störungsfrei für die umliegenden Wohnstraßen. Die Größe des Plangebietes beträgt ca. 2,7 ha.

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3. Planungsvorgaben

Der gemeindliche Landschaftsplan zeigt für den Geltungsbereich von Knicks begrenzte Ackerfläche. In der 2. Teilfortschreibung des Landschaftsplanes ist die hier in Aussicht genommene Fläche für eine wohnbauliche Entwicklung mit ergänzenden Infrastruktureinrichtungen als gut geeignet eingestuft. Auf Grundlage des Landschaftsplanes hat die Gemeinde bereits eine weiterführende Machbarkeitsstudie ausgearbeitet. Zusammenfassend kommt diese Studie zu dem Ergebnis, dass die Fläche im Sinne einer Innenverdichtung und hinsichtlich kurzfristiger Verfügbarkeit geeignet ist den Siedlungscharakter zu stärken und einer Zersiedelung der Landschaft entgegenzuwirken.

Der Flächennutzungsplan stellt hier Fläche für die Forstwirtschaft dar. Die Gemeinde betreibt parallel die 39. Änderung des Flächennutzungsplanes gem. § 8(3) BauGB, sodass der Bebauungsplan aus den Darstellungen des Flächennutzungsplanes entwickelt sein wird.

Ausschnitt aus dem Flächennutzungsplan

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